Zistrose: Allroundtalent unter den Heilpflanzen

Knallpink und schneeweiß: So zeigt sich die strahlende Blütenpracht der Zistrose im Sommer im gesamten Mittelmeerraum. Doch das Gewächs ist nicht nur optisch ein Hingucker. Es zählt zu den Heilpflanzen und kann bei unterschiedlichen Beschwerden Linderung verschaffen.

Der Pflanzenextrakt der Zistrose kommt in der Naturheilkunde bereits seit Jahrhunderten zum Einsatz – insbesondere die Gattung Cistus incanus. Denn sie enthält eine Reihe von wertvollen Inhaltsstoffen. Von besonderer Bedeutung sind die in der Zistrose enthaltenen Polyphenole, sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe.

Antivirale Wirkung belegt

Studien haben gezeigt, dass die Polyphenole antiviral wirken und als Schutz vor Erkältungs- und Grippeviren helfen können. Als Lutschpastille eingenommen, bilden die Pflanzenextrakte einen Film auf den Schleimhäuten im Mund, Rachen und in der Nase. Die Polyphenole umhüllen die Viren und machen sie so unschädlich. Sie können die Pastillen vorbeugend lutschen, beispielsweise, wenn sich jemand in Ihrer Familie eine Sommergrippe oder -erkältung eingefangen hat, oder aber bei bestehenden Symptomen.

Weitere Einsatzgebiete der Zistrose:

Als Mundspülung gegen Entzündungen

Mit einer Lösung zum Spülen oder Gurgeln können Sie Halsschmerzen und Schleimhautreizungen im Mundund Rachenraum lindern. Die Spülung können Sie ganz einfach aus getrockneten Zistrosenblättern und -blüten selbst herstellen. Überbrühen Sie zwei Teelöffel Zistrose mit 250 Milliliter kochendem Wasser. Lassen Sie den Sud für 10 Minuten ziehen. Nachdem er abgekühlt ist, gurgeln Sie damit mehrmals am Tag nach Bedarf oder verwenden Sie ihn als Mundspülung.

Als Tee bei Durchfall

Neben Polyphenolen sind Zistrosen reich an Gerbstoffen, den sogenannten Tanninen. Sie sind u. a. auch in grünem und schwarzem Tee zu finden und verleihen ihnen den typisch bitteren Geschmack. Die Gerbstoffe aus der Zistrose wirken adstringierend, sprich zusammenziehend. Trinken Sie die Wirkstoffe als Tee, können sie gegen Durchfall helfen.

Als Tinktur für die Haut

Viele chemische Produkte gegen Unreinheiten reizen die Haut sehr. Mit einer Tinktur aus Zistrosenblättern und -blüten können Sie Pickeln und Co. auf natürlichem Weg zu Leibe rücken. Brühen Sie dafür einen starken Tee auf (3 Esslöffel Zistrose auf 250 Milliliter Wasser), lassen Sie den Sud abkühlen und tupfen Sie ihn sanft auf die Haut auf. Bei regelmäßiger Anwendung klingen Entzündungen ab, die antibakterielle Wirkung beugt neuen Unreinheiten vor.